Wie alle Küstenstädte hatte auch Kiel verschiedene
Fischmärkte, allerdings war die Stadt bis Ende des 2. Weltkrieges eher als
Standort der Kriegsmarine und für die Werftindustrie bekannt.
Am 06. März 1948
wurde durch den Gesellschaftsvertrag der Kieler Seefischmarkt GmbH eine neue
Ära an der südlichen Schwentine-mündung eingeleitet. Es wurden neue Gebäude
errichtet, alte renoviert und die Bahnstrecke, die heute nicht mehr im Betrieb
ist, für den Transport von Fisch ausgebaut.
Nach dem massiven Rückgang der
Anlandungsmengen von Fisch aus der Ostsee ist heute das „Zentrum für maritime Technologie und
Seefischmarkt“ für die Verwaltung des Geländes zuständig. Nach umfangreicher
Sanierung des gesamten Areals und des Anlegers arbeiten hier fast 800 Menschen
und es findet inzwischen wieder sehr erfolgreich an jedem Freitag ein Wochenmarkt
direkt am Wasser statt. Zum Westufer verkehrt eine regelmäßige Fähre.
Der neue Seefischmarkt ist der schönste Zugang zur Förde auf dem Ostufer südlich der Schwentine.